Birmingham & Stratford: Ein Ausflug nach England

Jonas RauLangzeitbelichtung for the win!

Bonn, 05:30 Uhr: Mein Twingo kommt die Straße hinuntergeschossen und bleibt mit quietschenden Reifen vor mir stehen. OK, das ist natürlich übertrieben. Tatsächlich haben die Reifen nicht gequietscht (dafür sind die Bremsen viel zu schlecht – man kann meinen Twingo nicht wirklich abbremsen, es ist eher eine Art unterstütztes Ausrollen), aber mir ist wichtig, dass allen sofort klar ist: Es geht um jede Sekunde! In etwas über einer Stunde muss ich im Flieger nach Birmingham sitzen und widrige Umstände haben dazu geführt, dass mein Twingo und sein Fahrer sich verspätet haben.

Auf nach England, Shakespeare gucken!

Aber der Reihe nach. Was geht eigentlich ab? Ganz einfach: Für mich heißt es mal wieder “Auf nach England!”. England ist nicht nur statistisch gesehen eines meiner Lieblingsreiseziele. Drei Mal hat es mich schon per Schüleraustausch auf die Insel verschlagen, jetzt ist die Uni dran. Über eine megageheime Nerdconnection bin ich nämlich an ein tolles Shakespeare-Seminar geraten, zu dessen Inhalt ein Besuch von Stratford-upon-Avon (dem Geburtsort von Shakespeare) und das dortige Betrachten von Shakespeare-Stücken im Theater der Royal Shakespeare Company (ihr merkt schon, das Ganze wird ziemlich Shakespeare-lastig heute) gehört.

Und während meine England-Aufenthalte bisher immer sehr London-zentriert gewesen sind, soll es dieses Mal Birmingham sein. Das ist nämlich zum einen näher an Stratford (der vorgeschoben-rationale Grund) und zum anderen der Schauplatz der großartigen Serie Peaky Blinders (der wahre Grund). Aber dazu später mehr. Jetzt muss ich es erst mal rechtzeitig ans Gate schaffen! Was ich dank Martins Missachtung der Maximalgeschwindigkeit, einem Formel-Eins-würdigen Tankstopp in unter drei Minuten (wohlgemerkt inklusive Ab- und Auffahrt von der Autobahn!) und nicht zuletzt meiner strategisch wichtigen Entscheidung, unsere Autofahrt mit einem abwechselnd aufwühlenden (Mission Impossible Theme-Song) und beruhigenden (Over the Rainbow) Soundtrack zu unterlegen wunderbar gelingt. Ironischerweise steht das Flugzeug danach noch eine gute Dreiviertelstunde auf dem Rollfeld herum, weil über Birmingham anscheinend die englische Alternative zu Wetter eine Landung unmöglich macht (Regen, Nebel – was man sich eben so vorstellt). Das nennt man vermutlich englischen Humor.

Das englische Venedig

Aber so habe ich wenigstens Zeit für einen kleinen Exkurs zum Thema Birmingham. Birmingham ist die Heimat des Heavy Metal (unter anderem Black Sabbath und Judas Priest stammen von dort) sowie der legendären HP Sauce und ist mit etwas mehr als einer Million Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs. Während der Industriellen Revolution erlebte die Stadt eine Blütezeit und erhielt den Beinamen City of a Thousand Trades, weil in der Stadt mehr oder weniger alles hergestellt wurde, was man irgendwie herstellen konnte. Im Gegensatz zu London hatte Birmingham allerdings nicht den Vorteil eines großen Flußes zum Transport der Waren, was zu der Einrichtung der sogenannten Narrowboat-Kanäle führte – einem dicht verzweigten Netz sehr dünner Kanäle, auf denen die zahllosen in der Stadt hergestellten Waren transportiert wurden (und – ich hatte versprochen, noch auf die Peaky Blinders zu sprechen zu kommen – natürlich auch Schmuggelware und Leichen!). Die Narrowboats waren für einen kleinen Moment in der Weltgeschichte wirtschaftlich so erfolgreich, dass Birmingham angeblich von mehr Kanälen durchzogen wird als Venedig – auch wenn man davon nicht besonders viel bemerkt, weil die Stadt eben auch viel größer ist als Venedig (tatsächlich liegt die Kanaldichte pro Quadratkilometer in Birmingham bei 2,573 kqm, in Venedig dagegen bei sagenhaften 7,129 kqm!1). Mit der Erfindung der Eisenbahn waren dann allerdings auch die 15 Minuten Ruhm der Narrowboats vorbei – und aus der wirtschaftlichen Nutzung wurde eine touristische, so dass in dieser Fotoserie ungefähr tausend Narrowboat(-Kanal)-Fotos auf euch warten. Cheers!

Mit Hitler im Flugzeug

Zurück im Flugzeug, wir sind mittlerweile abgehoben und auf bestem Weg nach Birmingham. Nach einem erfolglosen Versuch, ein wenig Schlaf nachzuholen, beobachte ich meine Mitreisenden. Die meisten scheinen Geschäftsleute zu sein (Birmingham ist eine der wichtigsten Finanzmetropelen des UK), ein paar Touristen wie ich und einige, deren Reisezweck nicht so recht einzuordnen ist. In die letzte Kategorie fällt auch der Engländer Anfang 30 auf dem Platz neben mir, der in vornehm englischer Zurückhaltung noch kein Wort mit mir gewechselt hat und stattdessen in Timur Vermes’ Hitler-Persiflage Er ist wieder da liest (natürlich in der englischen Ausgabe, deren Titel lustigerweise Look who’s back lautet). Ich komme nicht umhin, mich zu fragen, wie dieses Buch wohl auf einen Engländer wirken mag (die Handlung kurz zusammengefasst: Hitler wacht im Berlin der Gegenwart auf und bekommt eine Comedy-Sendung). Ob er darüber lachen kann? Ob er sich darüber wundert, warum gerade dieses Buch wochenlang die Bestseller-Listen angeführt hat? Ob er es vielleicht einfach nur langweilig findet? Ich bin mir nicht sicher, ob man das Buch überhaupt verstehen kann, wenn man nicht in Deutschland aufgewachsen ist und weiß, welch strengen Regeln eine Beschäftigung mit der Hitler-Zeit unterworfen ist, wie wichtig es ist, zu wissen, was man sagen und was man nicht sagen darf. Ob sich die Hitler-Witze in Er ist wieder da wohl jemandem erschließen, der nicht in sämtlichen Schulfächern (inklusive Sport und Musik) über die Judenvernichtung gesprochen hat? Ich kann es mir kaum vorstellen. Aber ganz unabhängig von seiner Reaktion führt mir das Buch vor Augen, wie froh ich sein kann, mich 2015 und nicht etwas mehr als 70 Jahre früher auf den Weg nach England zu machen. Auch wenn der Coolness-Faktor einer Flugreise damals entschieden höher gewesen wäre, hätte ich ungerne auf meinen schweigenden Reisebegleiter schießen müssen. Insbesondere, weil der am Ende noch zurückschießt. Und das ist dann wirklich nicht mehr der entspannte Urlaub, den ich mir vorgestellt hatte.

Aber ich schweife ab.

Statt uns gegenseitig zu beschießen landen Schweigi und ich wohlbehalten in Birmingham, wo ich bei der netten und gutaussehenden Aixa (gesprochen: Eisa) unterkomme. Und nein, das ist kein englischer Name, sondern ein spanischer. Meine Gastgeberin (CouchSurfing, was sonst) stammt eigentlich aus einem Ort in der Nähe von Grenada, hat sich aber dazu entschieden, in England ihre Doktorarbeit zu schreiben. Anscheinend ist es Glücksspiel, in Spanien eine Doktorarbeit zu schreiben, da die Fördermittel für die Stelle als Doktorand und für die Forschung nicht über den gesamten Zeitraum bewilligt werden – so dass manchmal am Ende des Geldes noch ziemlich viel Arbeit übrig ist. Wirtschaftswissenschaftlerin durch und durch hat sich Aixa daher für eine Doktorarbeit in den UK entschieden. Zu meinem Glück, denn so konnte ich bei ihr auf dem Fußboden pennen. Zufälle gibt’s.

White Sea in Shakespeare-Town

Nach ein paar angenehmen Tagen in Birmingham geht es mit dem Zug nach Stratford-upon-Avon. Stratford ist eine 23.000-Einwohner-Stadt, die man vermutlich bestenfalls als verschlafen bezeichnen könnte, wenn nicht gerade rund 2 Millionen Touristen aus aller Welt jedes Jahr den Ort besuchen wurden – so auch den Shakespeare-Kurs der Uni Bonn. In der Stadt dreht sich wenig überraschend alles um Shakespeare: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Stationen seines Lebens, Gasthäuser sind nach seinen Stücken oder Charakteren benannt; es gibt Othello-Taxis, Iago-Juweliere und zahllose weitere mehr oder weniger gut versteckte Anspielungen auf den berühmtesten Sohn der Stadt. Was ein bisschen unfair ist, denn schließlich ist auch Adrian Newey in Stratford geboren, da hätte man zumindest bei den Taxis ja ruhig mal ein Zeichen setzen und sie in Red Bull-Farben anmalen können (das verstehen jetzt nur Formel 1-Fans, glaube ich). Vor allem aber kommt es mir dann doch ein wenig übertrieben vor. Andererseits: Wer weiß – vielleicht gibt es in 400 Jahren in Erftstadt auch Weltkugelschreiber-Taxis und bei La Pizetta kann man die Pizza ‘Jonas Speciale’2 bestellen. Unwahrscheinlich ist das nicht.

Stratford ist nahliegenderweise das Mekka für Shakespeare-Fans. Wenn die Season beginnt, strömen sie in Scharen in die kleine Stadt, sehen sich jede Inszenierung an, analysieren sie, vergleichen sie mit den Inszenierungen der Vorjahre und teilen sich gegenseitig ihre fachkundige Meinung mit. Vor allem aber tun sie im Laufe der vielen Jahre des Shakespeare-Genusses eins: sie altern. So kommt es, dass man aus den oberen Umgängen des RST (Royal Shakespeare Theatre, wer hätte es gedacht) auf ein Meer aus weißen Haaren blickt (Experten, wie die wunderbare Katharina, die unsere tapfere Gruppe anführt, sprechen von dem “White Sea-Phänomen”). Am Altern ist erst einmal nichts Verwerfliches, es ist kein Ausdruck mangelhaften Charakters und erfordert auch keine besonderen Kenntnisse sondern kommt recht natürlich daher. Allerdings, so warnt uns der Direktor des Shakespeare-Instituts, kann der gemeine Shakespeare-Fan im Alter unangenehme, besserwisserische Eigenschaften entwickeln, die seine Nähe zu einem zweifelhaften Vergnügen machen.

Unser Hausexemplar des Shakespeare-Fans lernen wir am ersten Morgen beim Frühstück in unserem Bed and Breakfast kennen. Wir bemerken den Gentleman erst, als er das Wort an uns richtet. Mit weißen Haaren, heller Stoffhose, einem sandfarbenen Hemd und einer Alte-Männer-Jacke in hellbeige (plus – gewissermaßen als Farbtupfer – einem hellbraunen Schal) setzte er sich erst einmal nicht ausreichend von der weißen Wand im Frühstücksraum ab, um ihn gänzlich ohne akustische Signale wahrzunehmen. Höflich erkundigt er sich nach unserer Herkunft und über den Zweck unseres Besuchs. Dies ist ein sehr kritischer Moment. Es braucht nur eine falsche Antwort und die Chance auf eine Beziehung zum Shakespeare-Fan ist verspielt; er zieht sich zurück und wartet vermutlich auf mehr Glück in der nächsten Season. Das passiert uns nicht. Nicht nur können wir wahrheitsgemäß behaupten, gleich mehrere Stücke besuchen zu wollen, einige Teilnehmer unserer Gruppe sind darüber hinaus gar seit einigen Jahren dabei. Das Herz von Sir Shakespeare öffnet sich und der Raum wird wärmer, als uns seine Liebe entgegenfliegt.

Sir Shakespeare

Zu unserem Glück gehört er zu der gutartigen Sorte, die grundsätzlich jedes Stück loben. In den kommenden Tagen tauschen wir uns morgens beim Frühstück mit Sir Shakespeare zu den Stücken aus und profitieren von seinem Wissen vergangener Seasons. Jeden Morgen ist Sir Shakespeare als erster beim Frühstück und verlässt den Raum kurz bevor das Frühstück offiziell endet: Er setzt seinen khakifarbenen Hut auf und verlässt, den Regenschirm in der Hand, das Haus. Anschließend betritt seine Frau den Raum.

Im Laufe des Tages begegnet man Sir Shakespeare gelegentlich auf einer der zwei bis drei wesentlichen Straßen in Stratford, meist in der Nähe vom RST. Die Begegnungen laufen dabei wie ein einstudierter Tanz nach einem festen Schema ab: Man begrüßt sich herzlich, erkundigt sich je nach Tageszeit entweder nach dem zuletzt gesehenen oder dem als nächstes zu sehen beabsichtigtem Stück, wünscht sich viel Vergnügen und versichert sich der Vorfreude, sich gegenseitig beim Frühstück wiederzusehen. Danach geht man wieder auseinander, denn beiden Parteien ist klar, dass sich diese Beziehung noch in ihrer Testphase befindet, dem fragilen Punkt, an welchem eine falsche Äußerung, zum Beispiel über die Vorliebe für einen bestimmten Director oder Schauspieler bei einem Ale im Dirty Duck (dem Pub direkt an der RST) alles ruinieren kann.

Doch wir bewähren uns – und werden belohnt. Beim Frühstück zu unserer Abreise bereitet Sir Shakespeare den Boden für ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Er berichtet uns, was er alles studiert hat, wie viele Doktortitel ihm verliehen wurden (es sind zwei) und erzählt uns, wie er seiner Frau den Antrag gemacht hat (»I said: “Do you suppose we could get married?” and she said: “I suppose we could.” – I didn’t suppose she would, you see?«). Und dann passiert etwas Verblüffendes. Er erzählt uns, dass er Krebs hat und davon, wie man ihm im zweiten Weltkrieg beibrachte, auf Deutsche zu schießen, aber er immer daneben zielte, weil »ich mir nicht vorstellen konnte, dass das wirklich alles sein sollte«. Anschließend verabschiedet er sich von uns, setzt seinen khakifarbenen Hut auf, nimmt den Schirm in die Hand und verlässt das Haus, bevor seine Frau den Raum betritt.

1 Nein – es gibt nicht wirklich eine Maßeinheit für Kanaldichte pro Quadratkilometer. Ernsthaft, glaubt ihr mir eigentlich alles?
2 Erstens: Ja, La Pizetta wird es auch in 400 Jahren noch geben. Zweitens: Eine Pizza ‘Jonas Speciale’ ist recht einfach zuzubereiten. Man nehme: Eine reguläre Tiefkühl-Pizza Margharita (ALDI, wenn möglich) und einen Mozzarella. Die noch gefrorene Tiefkühlpizza als Schneidebrett missbrauchen, den Mozzarella in Scheiben schneiden, die Pizza damit belegen, dann das Ganze für 18 Minuten in den nicht vorgeheizten Ofen bei 225 °C. Ich bestehe darauf, dass dieses Rezept für die Millionen künftiger Erftstadt-Touristen nicht verfeinert werden darf.

Vor genau 176 Tagen bin ich zuletzt in ein Flugzeug gestiegen (ja, ich weiß - die Fotos aus New York kriegt ihr noch!). Endlich ist es wieder soweit! Birmingham calling, I guess.
Vor genau 176 Tagen bin ich zuletzt in ein Flugzeug gestiegen (ja, ich weiß – die Fotos aus New York kriegt ihr noch!). Endlich ist es wieder soweit! Birmingham calling, I guess.
Birmingham (angeblich sagen die Einheimischen "Brum", aber ehrlich gesagt habe ich das nie gehört) erwartet mich mit englischem Wetter. Warum wollte ich noch einmal hier hin?
Birmingham (angeblich sagen die Einheimischen “Brum”, aber ehrlich gesagt habe ich das nie gehört) erwartet mich mit englischem Wetter. Warum wollte ich noch einmal hier hin?
Entweder das ist die modernste Kirche der Welt..
Entweder das ist die modernste Kirche der Welt..
... oder es sind zwei Gebäude. Schade.
… oder es sind zwei Gebäude. Schade.
Links: Das Selfridges Kaufhaus. Rechts: Die St Martin's Church.
Links: Das Selfridges Kaufhaus. Rechts: Die St Martin’s Church.
Eule Nummer Eins. In Birmingham gibt es im Moment eine Kunstaktion, die sich the Big Hoot nennt und bei der Eulen in der ganzen Stadt verteilt wurden. Die Touristen freut's und den Birminghamer (oder - kein Scherz - Brummie) scheint es zumindest nicht zu stören.
Eule Nummer Eins. In Birmingham gibt es im Moment eine Kunstaktion, die sich the Big Hoot nennt und bei der Eulen in der ganzen Stadt verteilt wurden. Die Touristen freut’s und den Birminghamer (oder – kein Scherz – Brummie) scheint es zumindest nicht zu stören.
Im Hintergrund: Die Moor Street Station, von der aus man direktemang nach Stratford kommt.
Im Hintergrund: Die Moor Street Station, von der aus man direktemang nach Stratford kommt.
Aber ich will ja noch nicht nach Stratford, also laufe ich noch ein bisschen durch die Stadt.
Aber ich will ja noch nicht nach Stratford, also laufe ich noch ein bisschen durch die Stadt.
Und fotografiere Parkplätze. 'Cause that's how I roll.
Und fotografiere Parkplätze. ‘Cause that’s how I roll.
Oh! Anscheinend sagt man doch Brum! Ich nehme alles zurück.
Oh! Anscheinend sagt man doch Brum! Ich nehme alles zurück.
Für die Geburtsstadt des Heavy Metal finde ich ein Totenkopfbild absolut angebracht. Auch wenn der mit seinen Haaren eher nach Punk aussieht.
Für die Geburtsstadt des Heavy Metal finde ich ein Totenkopfbild absolut angebracht. Auch wenn der mit seinen Haaren eher nach Punk aussieht.
Genau so hatte ich mir Birmingham vorgestellt. Was vermutlich daran liegt, dass es genau so in Peaky Blinders aussieht und ich ansonsten wirklich nichts über die Stadt wusste!
Genau so hatte ich mir Birmingham vorgestellt. Was vermutlich daran liegt, dass es genau so in Peaky Blinders aussieht und ich ansonsten wirklich nichts über die Stadt wusste!
Ich habe übrigens kein Ziel sondern folge einfach der Street Art. Ich weiß zwar nicht, wo es hingeht, aber der Weg ist so immerhin schön :)
Ich habe übrigens kein Ziel sondern folge einfach der Street Art. Ich weiß zwar nicht, wo es hingeht, aber der Weg ist so immerhin schön :)
Mehr Ebenen in einem Bild als bei Michael Bay. Eiskalt.
Mehr Ebenen in einem Bild als bei Michael Bay. Eiskalt.
Bäm! Stormtrooper!
Bäm! Stormtrooper!
Mr. Movember!
Mr. Movember!
Immer dran denken: Ohne Krawatte geht man nicht aus dem Haus. Das gilt auch für Häuser, anscheinend.
Immer dran denken: Ohne Krawatte geht man nicht aus dem Haus. Das gilt auch für Häuser, anscheinend.
Ich glaube ich soll durch diese Tür gehen. Nur so ein Gefühl.
Ich glaube ich soll durch diese Tür gehen. Nur so ein Gefühl.
Wow! Bunt!
Wow! Bunt!
Mr. Tree? Groot??
Mr. Tree? Groot??
Irgendwie sieht das hier ziemlich spacig aus. Merke: Wer Street-Art sät, wird Hipster-Viertel ernten. Oder so ähnlich.
Irgendwie sieht das hier ziemlich spacig aus. Merke: Wer Street-Art sät, wird Hipster-Viertel ernten. Oder so ähnlich.
Der Tag geht langsam vorbei. Aber mit was für einem Sonnenuntergang!
Der Tag geht langsam vorbei. Aber mit was für einem Sonnenuntergang!
(Das ist übrigens das Viertel in dem meine Gastgeberin wohnt)
(Das ist übrigens das Viertel in dem meine Gastgeberin wohnt)
Der nächste Tag. Sonne. Und Kanäle!
Der nächste Tag. Sonne. Und Kanäle!
Spiegelungen sind meta und cool!
Spiegelungen sind meta und cool!

Birmingham, UK, 2015

Das Partyboot woohooo!
Das Partyboot woohooo!

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Echte Maßarbeit.
Echte Maßarbeit.
Der Blick von etwas weiter oben.
Der Blick von etwas weiter oben.
Ich bin im 27. Stock des "Cube", eines großen Hotels. Ich zeige es euch gleich noch mal.
Ich bin im 27. Stock des “Cube”, eines großen Hotels. Ich zeige es euch gleich noch mal.
Jetzt aber erst einmal die neue, ziemlich fancy Bibliothek von Birmingham.
Jetzt aber erst einmal die neue, ziemlich fancy Bibliothek von Birmingham.

Birmingham, UK, 2015

Ich konnte nicht widerstehen und bin natürlich rein!
Ich konnte nicht widerstehen und bin natürlich rein!
Der Aufzug führt in den siebten Stock, wo sich der Shakespeare-Memorial-Room befindet. Leider ist er außer Betrieb.
Der Aufzug führt in den siebten Stock, wo sich der Shakespeare-Memorial-Room befindet. Leider ist er außer Betrieb.

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Auf dem Dach gibt es tatsächlich einen Kräutergarten!
Auf dem Dach gibt es tatsächlich einen Kräutergarten!
Dieses Gebäude ist übrigens die alte Bibliothek von Birmingham. Es soll - wenig überraschend - abgerissen werden. Ich habe mich mit zwei Engländern unterhalten, die das allerdings ein bisschen schade fanden, weil angeblich Prince Charles dieses Gebäude so hässlich fand, dass es ihm schlaflose Nächte bereitet hat (was sie anscheinend zu erheitern schien - Engländer können so gemein sein).
Dieses Gebäude ist übrigens die alte Bibliothek von Birmingham. Es soll – wenig überraschend – abgerissen werden. Ich habe mich mit zwei Engländern unterhalten, die das allerdings ein bisschen schade fanden, weil angeblich Prince Charles dieses Gebäude so hässlich fand, dass es ihm schlaflose Nächte bereitet hat (was sie anscheinend zu erheitern schien – Engländer können so gemein sein).
Direkt hinter dem Paradise Forum (aka - die alte Bib): Der Chamberlain Square. Chamberlain, ist nicht nur Vater der Appeasement-Politik sondern auch Sohn der Stadt Birmingham. Da kann man schon mal einen Platz bekommen.
Direkt hinter dem Paradise Forum (aka – die alte Bib): Der Chamberlain Square. Chamberlain, ist nicht nur Vater der Appeasement-Politik sondern auch Sohn der Stadt Birmingham. Da kann man schon mal einen Platz bekommen.
Birmingham ist übrigens rund 100 Kilometer vom Meer entfernt. Aber woher sollte diese Möwe das wissen?
Birmingham ist übrigens rund 100 Kilometer vom Meer entfernt. Aber woher sollte diese Möwe das wissen?
"Well, Sir, our new branch is very easy to find. You just start on Useless Place, go down Unhandy Road and right before Not-so-Neat Junction you can take a left down Needless Alley where you'll find our new shop."
“Well, Sir, our new branch is very easy to find. You just start on Useless Place, go down Unhandy Road and right before Not-so-Neat Junction you can take a left down Needless Alley where you’ll find our new shop.”
Nein, noch bin ich nicht auf dem Weg nach Stratford, aber verlasse das Zentrum von Birmingham um mir einen anderen Stadtteil anzusehen. Irgendwie kommt mir diese Szenerie so seltsam bekannt vor...
Nein, noch bin ich nicht auf dem Weg nach Stratford, aber verlasse das Zentrum von Birmingham um mir einen anderen Stadtteil anzusehen. Irgendwie kommt mir diese Szenerie so seltsam bekannt vor…
Ah. Deshalb. (Sorry an alle, die nicht so auf amerikanische Serien stehen wie ich und jetzt überhaupt nichts verstehen :D)
Ah. Deshalb. (Sorry an alle, die nicht so auf amerikanische Serien stehen wie ich und jetzt überhaupt nichts verstehen :D)
Ich befinde mich nun in Small Heath - dem Stadtteil, in dem Peaky Blinders spielt. Ich gebe zu - es sieht etwas anders aus.
Ich befinde mich nun in Small Heath – dem Stadtteil, in dem Peaky Blinders spielt. Ich gebe zu – es sieht etwas anders aus.
Small Heath ist einer der Bereiche von Birmingham, in dem besonders viele Pakistani leben.
Small Heath ist einer der Bereiche von Birmingham, in dem besonders viele Pakistani leben.
Generell ist Birmingham eine der ethnisch vielfältigsten Städte in Großbritannien - rund 30% der Bevölkerung gehören einer ethnischen Minderheit an - und davon sind die mit Abstand meisten Pakistani.
Generell ist Birmingham eine der ethnisch vielfältigsten Städte in Großbritannien – rund 30% der Bevölkerung gehören einer ethnischen Minderheit an – und davon sind die mit Abstand meisten Pakistani.
Was man ein wenig auch am Straßenbild erkennen kann.
Was man ein wenig auch am Straßenbild erkennen kann.
Wobei - mit dem ALDI im Hintergrund könnte es eigentlich auch Deutschland sein.
Wobei – mit dem ALDI im Hintergrund könnte es eigentlich auch Deutschland sein.
Es ist spät geworden, aber ich mache mich noch einmal auf den Weg um die Kanäle zu fotografieren.
Es ist spät geworden, aber ich mache mich noch einmal auf den Weg um die Kanäle zu fotografieren.
Langzeitbelichtung for the win!
Langzeitbelichtung for the win!

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Der nächste Morgen. Im treibe mich ein wenig in der Hood von meiner Gastgeberin herum.
Der nächste Morgen. Im treibe mich ein wenig in der Hood von meiner Gastgeberin herum.

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Von wegen Engänder haben nur Rasen als Garten.
Von wegen Engänder haben nur Rasen als Garten.

Birmingham, UK, 2015

Birmingham, UK, 2015

Das ist übrigens meine Gastgeberin - die bezaubernde Aixa!
Das ist übrigens meine Gastgeberin – die bezaubernde Aixa!
Und noch mehr Kanäle (sorry, konnte nicht widerstehen)
Und noch mehr Kanäle (sorry, konnte nicht widerstehen)
Damit es nicht auch tausend Eulen-Fotos werden, habe ich hier einfach mal ein paar zusammengefasst. Und ja: Links unten ist eine Doctor Who-Eule (sie heißt Dr Whoot ;-)).
Damit es nicht auch tausend Eulen-Fotos werden, habe ich hier einfach mal ein paar zusammengefasst. Und ja: Links unten ist eine Doctor Who-Eule (sie heißt Dr Whoot ;-)).

Birmingham, UK, 2015

Hier seht ihr die Kathedrale von Birmingham. Sie ist die drittkleinste Kathedrale Englands und die einzige, die vollständig aus Blumen besteht.
Hier seht ihr die Kathedrale von Birmingham. Sie ist die drittkleinste Kathedrale Englands und die einzige, die vollständig aus Blumen besteht.
OK, mal wieder gelogen. Sie besteht schon aus Steinen. Aber es ist tatsächlich die drittkleinste englische Kathedrale.
OK, mal wieder gelogen. Sie besteht schon aus Steinen. Aber es ist tatsächlich die drittkleinste englische Kathedrale.
Und übrigens auch nur eine von drei Kathedralen in Birmingham - es gibt nämlich auch noch eine katholische und eine orthodoxe (diese hier gehört zur Church of England, deren etwas absurde Geschichte eigentlich einen eigenen Post wert wäre).
Und übrigens auch nur eine von drei Kathedralen in Birmingham – es gibt nämlich auch noch eine katholische und eine orthodoxe (diese hier gehört zur Church of England, deren etwas absurde Geschichte eigentlich einen eigenen Post wert wäre).
Die Kathedrale ist St. Philip gewidmet - allerdings stellt die Statue hinter der Eule Dr. Charles Gore dar, den ersten Bischof von Birmingham. (Am Rande bemerkt: Dr. Gore hatte keinen gewöhnlichen Doktortitel, sondern einen DD - Doctor of Divinity, wörtlich übersetzt: Göttlicher Doktor. Kein Scherz, schaut es nach.)
Die Kathedrale ist St. Philip gewidmet – allerdings stellt die Statue hinter der Eule Dr. Charles Gore dar, den ersten Bischof von Birmingham. (Am Rande bemerkt: Dr. Gore hatte keinen gewöhnlichen Doktortitel, sondern einen DD – Doctor of Divinity, wörtlich übersetzt: Göttlicher Doktor. Kein Scherz, schaut es nach.)
Ich hingegen halte es hingegen eher mit dem CD-Titel - dem Couch Doctor. Auch wenn ich auf diese Couch leider nicht passe und bei Aixa auf dem Boden schlafe. Der überraschend bequem ist.
Ich hingegen halte es hingegen eher mit dem CD-Titel – dem Couch Doctor. Auch wenn ich auf diese Couch leider nicht passe und bei Aixa auf dem Boden schlafe. Der überraschend bequem ist.
Der nächste Tag. Endlich geht es nach Stratford. Weil ich ein reicher Krösus bin, nehme ich den Zug.
Der nächste Tag. Endlich geht es nach Stratford. Weil ich ein reicher Krösus bin, nehme ich den Zug.
Was in Birmingham die Kanäle sind, ist in Stratford-upon-Avon der Avon - also der Fluß, der der Stadt ihren Namen verliehen hat.
Was in Birmingham die Kanäle sind, ist in Stratford-upon-Avon der Avon – also der Fluß, der der Stadt ihren Namen verliehen hat.
Ich weiß auch nicht genau, warum es im Royal Shakespeare Theatre eine Ausstellung mit Papierschiffchen aus Geldscheinen gibt. Aber warum nicht?
Ich weiß auch nicht genau, warum es im Royal Shakespeare Theatre eine Ausstellung mit Papierschiffchen aus Geldscheinen gibt. Aber warum nicht?
Es ist jedenfalls eine schöne optische Überleitung zu den Schiffen auf dem Avon.
Es ist jedenfalls eine schöne optische Überleitung zu den Schiffen auf dem Avon.

Stratford-upon-Avon, UK, 2015

Stratford-upon-Avon, UK, 2015

Stratford-upon-Avon, UK, 2015

Stratford-upon-Avon, UK, 2015

Stratford-upon-Avon, UK, 2015

Das im Hintergrund ist übrigens die Trinity Church, in der Shakespeare beerdigt wurde.
Das im Hintergrund ist übrigens die Trinity Church, in der Shakespeare beerdigt wurde.
Überhaupt dreht sich in Stratford mehr oder weniger alles um Shakespeare. Selbst das Softeis.
Überhaupt dreht sich in Stratford mehr oder weniger alles um Shakespeare. Selbst das Softeis.
Die Stadt sieht auch ziemlich genau so aus, wie man sich Shakespeares Geburtsort vorstellt.
Die Stadt sieht auch ziemlich genau so aus, wie man sich Shakespeares Geburtsort vorstellt.
Bäm. Mit diesem Zettel darf man in Stratford ALLES. Was nicht besonders viel ist.
Bäm. Mit diesem Zettel darf man in Stratford ALLES. Was nicht besonders viel ist.
Im Vordergrund: Eine Shakespeare-Aufführung (wie für Stratford üblich treffen wir die Schauspieler übrigens einen Abend später im Pub). Im Hintergrund: Shakespeares Geburtshaus. Oder zumindest das Haus, was man dafür hält.
Im Vordergrund: Eine Shakespeare-Aufführung (wie für Stratford üblich treffen wir die Schauspieler übrigens einen Abend später im Pub). Im Hintergrund: Shakespeares Geburtshaus. Oder zumindest das Haus, was man dafür hält.

Stratford-upon-Avon, UK, 2015

Auf dem Weg in die Trinity Church.
Auf dem Weg in die Trinity Church.
Der Friedhof ist tatsächlich ziemlich cool (also - in dem Maßstab, in dem ein Friedhof eben cool sein kann). Es gibt keine Wege zwischen den Gräbern, sondern einfach nur überall Rasen (was dann wohl doch englischer Sitte entspricht) und alte, alte Grabsteine.
Der Friedhof ist tatsächlich ziemlich cool (also – in dem Maßstab, in dem ein Friedhof eben cool sein kann). Es gibt keine Wege zwischen den Gräbern, sondern einfach nur überall Rasen (was dann wohl doch englischer Sitte entspricht) und alte, alte Grabsteine.
Links hinten: Das Grab von Shakespeare. Davor: Jede Menge Menschen, die die Sicht darauf verdecken.
Links hinten: Das Grab von Shakespeare. Davor: Jede Menge Menschen, die die Sicht darauf verdecken.
Abends: Die erste Aufführung wartet auf uns!
Abends: Die erste Aufführung wartet auf uns!
Im Swan-Theatre, das als "die kleine" der beiden Bühnen im RST schon recht viel Technik mitbringt.
Im Swan-Theatre, das als “die kleine” der beiden Bühnen im RST schon recht viel Technik mitbringt.
Und irgendwie mit dem vielen Holz sehr cool aussieht!
Und irgendwie mit dem vielen Holz sehr cool aussieht!
Anschließend geht es natürlich in den Pub - die Dirty Duck. Hier kommen nach der Aufführung auch häufig die Schauspieler hin. Außerdem gibt es "gutes" englisches Bier!
Anschließend geht es natürlich in den Pub – die Dirty Duck. Hier kommen nach der Aufführung auch häufig die Schauspieler hin. Außerdem gibt es “gutes” englisches Bier!
Ich möchte allerdings nach dem Pub noch einmal raus, ein paar Fotos von dem menschenleeren Stratford machen.
Ich möchte allerdings nach dem Pub noch einmal raus, ein paar Fotos von dem menschenleeren Stratford machen.

Stratford-upon-Avon, UK, 2015

Stratford-upon-Avon, UK, 2015

Stratford-upon-Avon, UK, 2015

Das berühmte Stratforder Baguette-Schiff - wer kennt es nicht (im Hintergrund das eher ungebekannte Royal Shakespeare Theatre).
Das berühmte Stratforder Baguette-Schiff – wer kennt es nicht (im Hintergrund das eher ungebekannte Royal Shakespeare Theatre).

Stratford-upon-Avon, UK, 2015

Und noch einmal das Geburtshaus...
Und noch einmal das Geburtshaus…
... das war es auch schon. Morgen wartet schon das nächste Shakespeare-Stück! Und auf euch bald wieder ein paar Fotos, diesmal aus Schweden. Bis dahin!
… das war es auch schon. Morgen wartet schon das nächste Shakespeare-Stück! Und auf euch bald wieder ein paar Fotos, diesmal aus Schweden. Bis dahin!