Raus aus Cancún: Die blutige Geschichte von Yucatán

Jonas RauSelbst die Toten haben hier farbige Häuser. Der Umgang mit dem Ableben in Mexiko beeindruckt mich immer wieder.

Wenige Wochen vor meiner Abreise besucht mich Rebecca in Mexiko. Nach so langer Zeit ist es schön, endlich mal wieder ein Gesicht zu sehen, dass man etwas länger als fünf Monate kennt. Nachdem wir uns im Schnelldurchlauf Mexico City und Puebla angesehen haben, geht es per Flieger nach Cancún – eigentlich war ein Roadtrip mit Freunden geplant, der letztlich aber daran scheiterte, dass es in Mexiko (und vielleicht weltweit?) unglaublich teuer ist, einen Mietwagen an einem Ort zu mieten und an einem anderen wieder abzugeben.

Was zuerst ein wenig enttäuschend war (nämlich, dass es mit dem Roadtrip nicht geklappt hat), stellte sich im Nachhinein als großes Glück heraus, denn: Mexiko ist wirklich arschgroß. Deshalb wäre der Roadtrip vermutlich schrecklich stressig gewesen. Stattdessen mieten wir uns also ein Auto in Cancún und können Yucatán in aller Ruhe erkunden. Für alle, die in mexikanischer Geografie wenig bewandert sind und Cancún (wie ich) bisher für eine Erfindung aus Hollywood gehalten haben: Cancún existiert tatsächlich und liegt im Südosten von Mexiko, gewissermaßen am letzten Ende vor den Bahamas, zu denen (Teaser für die nächste Folge!) ja bekanntermaßen auch Kuba gehört.

Cancún: Amerikanische Touristen und azurblaues Meer

Allerdings ist Cancún selbst eher hässlich. Aus diesem Grund habe ich dort auch kein einziges Foto gemacht. Wer es sich dennoch vorstellen möchte: Die Stadt ist im Prinzip ganz ähnlich wie Acapulco, das heißt: Voller Hotels, die aus Gründen der Bequemlichkeit direkt ans Meer gebaut wurden. Allerdings sei zur Ehrenrettung von Cancún erwähnt: Der Playa Delfines hat das schönste Wasser, welches ich in meinem 27-jährigen Leben zu sehen bekommen habe. Es sieht so unglaublich azurblau aus, dass ich ehrlich überrascht gewesen bin, dass es tatsächlich (das hat Wasser so an sich) durchsichtig war.

Aber wie der Titel schon nahelegt: Wir sind so schnell wie möglich aus Cancún raus und haben uns auf den Weg nach Tulum gemacht. Und ich spreche natürlich von dem Ort Tulum, nicht über den dem Feta ähnlichen türkischen Frischkäse.

Tulum (auf Mayathan Tulu’um, „Mauer“ oder „Festung“) liegt an der so genannten Riviera Maya, einem Küstenstreifen an der Karibikküste von Mexiko im Bundesstaat Quintana Roo, rund 130 Kilometer südlich von Cancún.
Anders als alle anderen Maya-Fundstätten liegt Tulum direkt am Meer. Die bekanntesten Gebäude sind neben dem sogenannten Schloss der „Tempel des Herabsteigenden Gottes“, der „Tempel des Windes“ und der Freskentempel.

– Wikipedia

Die letzte Maya-Stadt

Seine Lage direkt am Meer macht Tulum zu einem besonders beliebtem Ausflugsziel von Touristen aus aller Welt – wo kann man Kultur und Strand schon so gut miteinander verbinden? Tatsächlich hat der Ort aber, wie die ganze Halbinsel Yucatán, eine interessante Geschichte. Als ehemals bedeutendes Handelszentrum der Maya hatte es seine Blütezeit zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert und selbst als die Spanier begannen, Yucatán zu erobern, hielt es spanischen Eroberungsversuchen rund 70 Jahre stand. Letztlich wurden die Maya von Tulum dann auch nicht auf dem Schlachtfeld von den Spaniern besiegt, sondern vermutlich durch von ihnen eingeschleppte europäische Krankheiten, gegen die das Immunsystem der Maya nicht gewappnet war. Ob die Spanier wie in anderen Teilen Lateinamerikas die Maya absichtlich infizierten oder ob es ein „glücklicher“ Zufall war, geben weder der Wikipedia-Artikel noch intensive Begutachtung der Überbleibsel einer verlorenen Kultur her. Heute wird Tulum überwiegend von amerikanischen Touristen in Badehosen und Leguanen bevölkert.

Eine Stadt zieht um

Von Tulum aus geht es vorbei an kleineren Dörfern weiter nach Valladolid (wird ausgesprochen wie Mallorca nur mit einer Reihe anderer Buchstaben), wo wir die Nacht verbringen. Valladolid ist eine kleine Stadt, die im Gegensatz zu Cancún und Tulum tatsächlich im Bundesstaat Yucatán liegt und eine bewegte Geschichte aufweisen kann. Gegründet wurde die Stadt von den Spaniern, die sie nach ihrer ehemaligen Hauptstadt benannten (die naheliegenderweise ebenfalls so heißt). Allerdings bauten die Spanier die Stadt erst ganz woanders, nämlich in der Nähe einer Lagune. Nach nur zwei Jahren fiel ihnen dann allerdings auf, dass dieser Ort eher minderintelligent gewählt war, weil sie permanent von Moskitos zerstochen wurden, woraufhin sie die Stadt an einen geeigneteren Ort umzogen, der allerdings bedauerlicherweise bereits von Maya besiedelt war. Nachdem sie deren störenden Gebäude niedergerissen hatten, war die neue Stadt Anfang 1545 bezugsfertig. Im so genannten Kastenkrieg (zu dem ich später noch einmal komme) rächten sich die Maya allerdings bitter bei den mittlerweile rund 300 Jahre gealterten Bewohnern, indem sie nicht nur die Stadt zurück eroberten, sondern auch rund die Hälfte der Bevölkerung niedermetzelten, bevor diese das schützende Mérida erreichen konnten. Das sorgte für Unverständnis in der ehemals spanischen Latino-Bevölkerung.

Im Gegensatz zu den Einwohnern Valladolids erreichen wir am nächsten Tag sicher mit Mérida eine der schönsten und vor allem vibrantesten Städte unserer Reise. Vorher machen wir allerdings (da wir glücklicherweise nicht um unser Leben rennen mussten) Halt bei einer Cenote. Was wie eine ansteckende Tropenkrankheit klingt, ist tatsächlich ein „dolinenartiges Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist“ – oder einfacher gesagt: Ein See in einem Krater. An dieser Stelle mache ich einen kleinen Bogen über rund 65 Millionen Jahre Erdgeschichte zu den Dinosauriern. Diese sind laut der Alvarez-Hypothese durch den Einschlag eines massiven Asteroiden ausgestorben. Warum ich das erwähne? Yucatán ist – einfach ausgedrückt – dieser Asteroid und Cenoten sind die Löcher darin. Auf der Halbinsel Yucatán gibt es über 1.000 von den Dingern und sie sind zum großen Teil unterirdisch miteinander verbunden. Da ich als Raucher nicht besonders lange die Luft anhalten kann, verzichte ich auf die Probe aufs Exempel, aber auch vom Rand betrachtet sind Cenoten ein schöner Anblick.

Warum Yucatán zu Mexiko gehört

Nun zu Mérida: Mérida ist eine unglaublich triebsame, laute und faszinierende Stadt. Da die Straßen eher klein sind, befindet man sich eigentlich ständig im Gedrängel und so fühlt sich Mérida trotz für mexikanische Verhältnisse bescheidener rund 730.000 Einwohner an vielen Stellen voller an als Mexico City. Wie versprochen, komme ich an dieser Stelle auf den Kastenkrieg zurück, in dem Mérida insofern eine Sonderrolle einnahm, weil die Maya es dummerweise nicht eingenommen haben. Aber first things first: Als 1846 der Mexikanisch-amerikanische Krieg ausbrach, nutzte Yucatán die Gunst der Stunde und erklärte sich von Mexiko unabhängig. Wenig überraschenderweise schlug sich diese Änderung kaum im Leben der von den Yucatecos, den weißen ehemaligen spanischen Siedlern, ausgebeuteten Maya nieder. Diese griffen nach der Hinrichtung des Maya-Führers Manuel Antonio Hay 1847 selbst zu den Waffen, um ihre eigene Unabhängigkeit zu erlangen. Ein Jahr später war die gesamte Halbinsel mit Ausnahme von Yucatán und Campeche unter Maya-Kontrolle, die diese Situation allerdings nicht ausnutzten, sondern in ihre jeweiligen Dörfer zurück kehrten, um mit der Aussaat zu beginnen (da sie in erster Linie nicht Soldaten, sondern Bauern waren). Die Regierung des unabhängigen Yucatáns bot (in dieser Reihenfolge) den USA, Großbritannien und Spanien die Aufgabe der eigenen Unabhängigkeit an, unter der Voraussetzung, dass die jeweilige Eingemeindung mit der Niederschlagung der Maya-Aufständischen verbunden wird. Nachdem die alle „Nein“ sagten, wand sich Yucatán an das wenig geliebte Mexiko, das prompt einwilligte und Truppen entsandte, die die Halbinsel schnell wieder unter Kontrolle brachten. So ist Yucatán heute Teil von Mexiko und Mérida wird (laut unserem Führer dort) nicht aus dem Grund als die „Weiße Stadt“ bezeichnet, weil es so viele weiße Gebäude gibt, sondern, weil es nie von den Maya eingenommen wurde und daher exklusiv von den weißen Yucatecos genutzt wurde, die sämtliche Maya einfach aussperrten.

Von Mérida aus geht es weiter nach Campeche und einen größeren Gegensatz kann man sich kaum vorstellen: Während in Mérida das Leben pulsiert, wirkt Campeche nach diesem Eindruck fast ein wenig ausgestorben und wir bleiben nur einen Tag, bevor wir uns zurück auf den Weg in Richtung Cancún machen. Als Zwischenstation bietet sich dabei Celestún an, das für seine Möglichkeit zur Vogelbeobachtung, insbesondere von Flamingos, bekannt ist. Eine unnötig verwirrende Autofahrt über malerische mexikanische Backroads später kommen wir dort an und erreichen mit Glück das letzte Boot. Am nächsten Tag erreichen wir erneut Cancún, wo schon der Flieger nach Kuba auf uns wartet. Aber dazu mehr in der nächsten Folge.

Nachdem wir Cancún verlassen haben, führt uns unsere erste Station nach Tulum, eine ehemalige Maya-Stadt
Nachdem wir Cancún verlassen haben, führt uns unsere erste Station nach Tulum, eine ehemalige Maya-Stadt
... von der heute nur noch Ruinen erhalten sind.
… von der heute nur noch Ruinen erhalten sind.
Die aber glücklicherweise recht nett zu fotografieren sind.
Die aber glücklicherweise recht nett zu fotografieren sind.
Das Besondere an Tulum: Es liegt (sehr zur Freude der Touristen) direkt am Meer
Das Besondere an Tulum: Es liegt (sehr zur Freude der Touristen) direkt am Meer
Was ebenfalls schöne Fotomotive ermöglicht
Was ebenfalls schöne Fotomotive ermöglicht
Wobei einige besonders schöne Motive nichts mit den Maya zu tun haben.
Wobei einige besonders schöne Motive nichts mit den Maya zu tun haben.
Andere wiederum schon.
Andere wiederum schon.
Die echten Ureinwohner Yucatáns.
Die echten Ureinwohner Yucatáns.
An mexikanischen Dörfern vorbei geht es weiter nach Valladolid. Ich kann der Versuchung, aus dem Autofenster zu fotografieren, nicht widerstehen.
An mexikanischen Dörfern vorbei geht es weiter nach Valladolid. Ich kann der Versuchung, aus dem Autofenster zu fotografieren, nicht widerstehen.
Oder durch die Windschutzscheibe.
Oder durch die Windschutzscheibe.
Abendstimmung in Quintana Roo.
Abendstimmung in Quintana Roo.
Valladolid hat - wie so ziemlich alle Städte in Mexiko - natürlich eine Kathedrale.
Valladolid hat – wie so ziemlich alle Städte in Mexiko – natürlich eine Kathedrale.
In der gerade irgendso eine christliche Sache stattfindet, wie mir scheint.
In der gerade irgendso eine christliche Sache stattfindet, wie mir scheint.
Weiß ich jetzt auch nicht so recht, wie ich dieses Motiv begründen soll.
Weiß ich jetzt auch nicht so recht, wie ich dieses Motiv begründen soll.
Und natürlich wird auch in Valladolid gerne getanzt.
Und natürlich wird auch in Valladolid gerne getanzt.
Und wo Jonas Fotos macht dürfen selbstverständlich auch keine Fotos von kleinen Kindern fehlen. Meine armen Kinder, wenn ich mal Vater werde...
Und wo Jonas Fotos macht dürfen selbstverständlich auch keine Fotos von kleinen Kindern fehlen. Meine armen Kinder, wenn ich mal Vater werde…
Auch hier wird Tanzen geübt.
Auch hier wird Tanzen geübt.
Wer nicht tanzt, isst oder redet. Das Yucatanische Essen ist übrigens, das sei am Rande bemerkt, wirklich hervorragend.
Wer nicht tanzt, isst oder redet. Das Yucatanische Essen ist übrigens, das sei am Rande bemerkt, wirklich hervorragend.
Aber leider darf man auch in Valladolid nicht in der Öffentlichkeit Alkohol trinken. Manchmal merkt man ja erst, dass einem etwas fehlt, wenn man es nicht mehr hat.
Aber leider darf man auch in Valladolid nicht in der Öffentlichkeit Alkohol trinken. Manchmal merkt man ja erst, dass einem etwas fehlt, wenn man es nicht mehr hat.
Anderer Tag, selbes Gebäude. Auch wenn in Valladolid natürlich kein Tequila abgefüllt werden darf (weil das eben nur in Jalisco geht, wo Tequila liegt), kann man eine Tequila Tour machen und probetrinken.
Anderer Tag, selbes Gebäude. Auch wenn in Valladolid natürlich kein Tequila abgefüllt werden darf (weil das eben nur in Jalisco geht, wo Tequila liegt), kann man eine Tequila Tour machen und probetrinken.
Nachdem wir das gemacht haben halte ich diese Radieschen plötzlich für ein großartiges Motiv.
Nachdem wir das gemacht haben halte ich diese Radieschen plötzlich für ein großartiges Motiv.
Valladolid ist die typische mexikanische Kleinstadt, von der blutigen Geschichte ist nichts mehr zu sehen.
Valladolid ist die typische mexikanische Kleinstadt, von der blutigen Geschichte ist nichts mehr zu sehen.
Stattdessen trifft man allenfalls auf überholungsbedürftige Trucks.
Stattdessen trifft man allenfalls auf überholungsbedürftige Trucks.
Und quasi-heilige Supermärkte.
Und quasi-heilige Supermärkte.
Eiskalt fotografiert.
Eiskalt fotografiert.
Eiskalt eingeschlafen. Dann halt weiter.
Eiskalt eingeschlafen. Dann halt weiter.
Auf dem Weg nach Mérida machen wir Halt in einem Dorf, weil ich unbedingt ein paar Fotos machen will.
Auf dem Weg nach Mérida machen wir Halt in einem Dorf, weil ich unbedingt ein paar Fotos machen will.
Die sich mir im Nachhinein nicht alle auf den ersten Blick erklären.
Die sich mir im Nachhinein nicht alle auf den ersten Blick erklären.
Das Dorf hört übrigens auf den etwas schwierig aussprechbaren Namen Yokdzonot - ist aber ansonsten ganz schön.
Das Dorf hört übrigens auf den etwas schwierig aussprechbaren Namen Yokdzonot – ist aber ansonsten ganz schön.
Und ist eher ruhig.
Und ist eher ruhig.
Aber dafür bietet es schöne Fotomotive.
Aber dafür bietet es schöne Fotomotive.
Ich merke, dass ich beginne, mich für mexikanische Häuser zu begeistern.
Ich merke, dass ich beginne, mich für mexikanische Häuser zu begeistern.
Diese Farben!
Diese Farben!
Habe ich eigentlich schon einmal meine Faszination für Reet-(oderwasauchimmer)-Dächer erwähnt?
Habe ich eigentlich schon einmal meine Faszination für Reet-(oderwasauchimmer)-Dächer erwähnt?
Zu sagen, Yokdzonot sei für seine Cenote (eine Art Kratersee) berühmt, ist sicher eine Übertreibung. Aber es gibt einen. Das ist mehr als Bonn von sich sagen kann.
Zu sagen, Yokdzonot sei für seine Cenote (eine Art Kratersee) berühmt, ist sicher eine Übertreibung. Aber es gibt einen. Das ist mehr als Bonn von sich sagen kann.
Was da herunterhängt sind übrigens die Wurzeln der Bäume, die am Rand der Cenote wachsen.
Was da herunterhängt sind übrigens die Wurzeln der Bäume, die am Rand der Cenote wachsen.
Und natürlich so eine Art Tropfsteine.
Und natürlich so eine Art Tropfsteine.
Daneben gibt es eine - wie ich finde - sehr schnuckelige Kirche.
Daneben gibt es eine – wie ich finde – sehr schnuckelige Kirche.
Und einen mindestens ebenso schnuckeligen Friedhof.
Und einen mindestens ebenso schnuckeligen Friedhof.
Selbst die Toten haben hier farbige Häuser. Der Umgang mit dem Abgang in Mexiko beeindruckt mich immer wieder.
Selbst die Toten haben hier farbige Häuser. Der Umgang mit dem Abgang in Mexiko beeindruckt mich immer wieder.
Weiter geht's!
Weiter geht’s!
Willkommen in Mérida! Jegliche Ähnlichkeit zu einem Hotel aus einem bekannten Wes Anderson-Film ist rein zufällig. Denke ich mal.
Willkommen in Mérida! Jegliche Ähnlichkeit zu einem Hotel aus einem bekannten Wes Anderson-Film ist rein zufällig. Denke ich mal.
Links auf dem Bild zu sehen (quasi gegenüber von dem Auto): Der Palast von Francisco Montejo, der der Stadt auch ihren Namen gegeben hat.
Links auf dem Bild zu sehen (quasi gegenüber von dem Auto): Der Palast von Francisco Montejo, der der Stadt auch ihren Namen gegeben hat.
Mérida ist vor allem eins: lebendig! Auch in der Nacht sind die Straßen voller Menschen.
Mérida ist vor allem eins: lebendig! Auch in der Nacht sind die Straßen voller Menschen.
Auf den ersten Blick nicht zu erkennen: Die Unabhängigkeitsstatue von Mérida. Sie wurde der Stadt von den USA geschenkt, drei Jahre, bevor den USA ihre eigene geschenkt wurde. Diese ist also gewissermaßen das Original.
Auf den ersten Blick nicht zu erkennen: Die Unabhängigkeitsstatue von Mérida. Sie wurde der Stadt von den USA geschenkt, drei Jahre, bevor den USA ihre eigene geschenkt wurde. Diese ist also gewissermaßen das Original.
Sie richtet sich an die Helden aus dem Kastenkrieg. Vermutlich sind damit nur die weißen Helden gemeint, aber wer weiß...
Sie richtet sich an die Helden aus dem Kastenkrieg. Vermutlich sind damit nur die weißen Helden gemeint, aber wer weiß…
Ein letztes Bild aus Mérida - am nächsten Morgen geht es weiter nach Campeche!
Ein letztes Bild aus Mérida – am nächsten Morgen geht es weiter nach Campeche!
So: Das ist Campeche! Oder zumindest eine Nachbildung aus Metall, die ein wenig aussieht wie Cempeche. Unser Hostel ist übrigens gegenüber von der Kathedrale.
So: Das ist Campeche! Oder zumindest eine Nachbildung aus Metall, die ein wenig aussieht wie Cempeche. Unser Hostel ist übrigens gegenüber von der Kathedrale.
... wo sich auch ein Platz befindet, der - typisch für Mexiko - natürlich von Tauben bevölkert ist.
… wo sich auch ein Platz befindet, der – typisch für Mexiko – natürlich von Tauben bevölkert ist.
Wo andere eine glückliche Familie sehen, sehe ich einen heranwachsenden Skinhead mit Baseballschläger. Ich sollte mein Weltbild überdenken.
Wo andere eine glückliche Familie sehen, sehe ich einen heranwachsenden Skinhead mit Baseballschläger. Ich sollte mein Weltbild überdenken.
Ich habe leider keine Ahnung, warum dieser Mönch einen Schlüssel in der Hand hält. Aber muss ich ja auch nicht.
Ich habe leider keine Ahnung, warum dieser Mönch einen Schlüssel in der Hand hält. Aber muss ich ja auch nicht.
Wie sich das für eine mexikanische Kathedrale gehört, gibt es natürlich ein Abbild der Virgen mit dem dazugehörigen Bauern, der es angeblich auf seinem Poncho vorgefunden hat.
Wie sich das für eine mexikanische Kathedrale gehört, gibt es natürlich ein Abbild der Virgen mit dem dazugehörigen Bauern, der es angeblich auf seinem Poncho vorgefunden hat.
Und natürlich darf The Big J auch nicht fehlen. Er kommt wohl gerade vom Kardiologen.
Und natürlich darf The Big J auch nicht fehlen. Er kommt wohl gerade vom Kardiologen.
In Yucatán - wie vielleicht in ganz Mexiko, das weiß ich nicht - gilt es vergebungstechnisch als besonders vorteilhaft, in der Nähe der Kathedrale begraben zu sein. Diese Wandtafeln sind also gewissermaßen ein Friedhof.
In Yucatán – wie vielleicht in ganz Mexiko, das weiß ich nicht – gilt es vergebungstechnisch als besonders vorteilhaft, in der Nähe der Kathedrale begraben zu sein. Diese Wandtafeln sind also gewissermaßen ein Friedhof.
Auch wenn die Tafel von Dr. A Montejo für mich eher wie die Reklametafel für einen Quacksalber aussieht. Was an einem Friedhof vermutlich nur begrenzten Markenwert hat.
Auch wenn die Tafel von Dr. A Montejo für mich eher wie die Reklametafel für einen Quacksalber aussieht. Was an einem Friedhof vermutlich nur begrenzten Markenwert hat.
In Campeche gibt es eine seltsame Vorliebe für Statuen von dicken Menschen. Hier ist Senora Gordosa, die natürlich ...
In Campeche gibt es eine seltsame Vorliebe für Statuen von dicken Menschen. Hier ist Senora Gordosa, die natürlich …
... ihren Mann, Senor Gordoso, immer an ihrer Seite weiß.
… ihren Mann, Senor Gordoso, immer an ihrer Seite weiß.
Ich bin mir wirklich nicht sicher, was diese Statuen mir sagen sollen. Aber da ich keine Vorurteile habe, mache ich natürlich dennoch ein Foto.
Ich bin mir wirklich nicht sicher, was diese Statuen mir sagen sollen. Aber da ich keine Vorurteile habe, mache ich natürlich dennoch ein Foto.
Und immer wieder Tauben, diesmal als Wandmalerei.
Und immer wieder Tauben, diesmal als Wandmalerei.
Unter der Wandmalerei stand auch der Name dieses Mannes. Schlau wie ich bin, habe ich davon aber kein Foto gemacht. Nach guter Tradition nenne ich ihn daher Bernd.
Unter der Wandmalerei stand auch der Name dieses Mannes. Schlau wie ich bin, habe ich davon aber kein Foto gemacht. Nach guter Tradition nenne ich ihn daher Bernd.
Habe ich übrigens erwähnt, dass wir im absoluten Hipster-Hostel abgestiegen sind? So Hipster, dass abends hier sogar ein Interview geschossen wird.
Habe ich übrigens erwähnt, dass wir im absoluten Hipster-Hostel abgestiegen sind? So Hipster, dass abends hier sogar ein Interview geschossen wird.
Kein schlechter Platz für ein Interview. Wir verlassen natürlich sofort das Gebäude, bevor mich jemand erkennt und ein Interview mit mir haben möchte. Ich bin schließlich im Urlaub.
Kein schlechter Platz für ein Interview. Wir verlassen natürlich sofort das Gebäude, bevor mich jemand erkennt und ein Interview mit mir haben möchte. Ich bin schließlich im Urlaub.
Stattdessen schauen wir uns eine weitere Kirche an.
Stattdessen schauen wir uns eine weitere Kirche an.
Deren Heiligkeit nicht im Geringsten davon eingeschränkt wird, dass jemand ein Haus gleich daneben gebaut hat. An dieser Stelle sei erwähnt: Mexikaner haben ein anderes Näheempfinden als Europäer. Das gilt nicht nur für Häuser.
Deren Heiligkeit nicht im Geringsten davon eingeschränkt wird, dass jemand ein Haus gleich daneben gebaut hat. An dieser Stelle sei erwähnt: Mexikaner haben ein anderes Näheempfinden als Europäer. Das gilt nicht nur für Häuser.
Und wieder eine Statue eines dicken Menschen. Warum auch immer...
Und wieder eine Statue eines dicken Menschen. Warum auch immer…
Ich fand irgendwie, dass dieses verlassene Tanzstudio in schwarz-weiß besser wirkt.
Ich fand irgendwie, dass dieses verlassene Tanzstudio in schwarz-weiß besser wirkt.
Dieses Foto wiederum wirkt in Farbe deutlich besser. Es ist übrigens der nächste Tag und wir befinden uns in Celestún.
Dieses Foto wiederum wirkt in Farbe deutlich besser. Es ist übrigens der nächste Tag und wir befinden uns in Celestún.
Das vor allem für seine Vogelbeobachtungstouren berühmt ist und dementsprechend viele Boote bereit hält. Mit Glück erwischen wir das letzte und erhalten eine unglaublich teure Privattour.
Das vor allem für seine Vogelbeobachtungstouren berühmt ist und dementsprechend viele Boote bereit hält. Mit Glück erwischen wir das letzte und erhalten eine unglaublich teure Privattour.
Was wir beide sehr schön finden (nicht zu sehen: Ich grinse auch). Also die Tour. Nicht den Preis.
Was wir beide sehr schön finden (nicht zu sehen: Ich grinse auch). Also die Tour. Nicht den Preis.
Auf unserer Tour entdecken wir eine völlig neue Art: Pinke Wassergiraffen. Wenig später weist uns der Tourguide darauf hin, dass diese Art bereits entdeckt und auf den Namen Flamingos getauft wurde. Unsere Enttäuschung ist gewissermaßen mit Händen greifbar.
Auf unserer Tour entdecken wir eine völlig neue Art: Pinke Wassergiraffen. Wenig später weist uns der Tourguide darauf hin, dass diese Art bereits entdeckt und auf den Namen Flamingos getauft wurde. Unsere Enttäuschung ist gewissermaßen mit Händen greifbar.
Diese "Flamigons" sind eher schreckhafte Tiere.
Diese “Flamingos” sind eher schreckhafte Tiere.
Und können im Gegensatz zu Giraffen fliegen.
Und können im Gegensatz zu Giraffen fliegen.
Wobei sie allerdings ein bisschen bescheuert aussehen.
Wobei sie allerdings ein bisschen bescheuert aussehen.
Aber in der Menge dennoch ein schönes Motiv abgeben.
Aber in der Menge dennoch ein schönes Motiv abgeben.
Tja. Weg sind sie.
Tja. Weg sind sie.
Außerdem gibt es diese Vögel.
Außerdem gibt es diese Vögel.
Die allem Anschein nach eng mit den Enten verwandt sind.
Die allem Anschein nach eng mit den Enten verwandt sind.
Aber ebenfalls ein recht schönes Motiv abgeben.
Aber ebenfalls ein recht schönes Motiv abgeben.
Nach den ganzen Vögeln wartet eine Mangrove-Höhle auf uns, die ebenfalls in schwarz-weiß zumindest auf einem Foto besser aussieht.
Nach den ganzen Vögeln wartet eine Mangrove-Höhle auf uns, die ebenfalls in schwarz-weiß zumindest auf einem Foto besser aussieht.
Und tatsächlich wie eine Höhle wirkt.
Und tatsächlich wie eine Höhle wirkt.
Mit diesem stimmungsvollen Bild eines mexikanischen Fischers verabschiede ich mich aus Yucatán. Und freue mich auf Kuba.
Mit diesem stimmungsvollen Bild eines mexikanischen Fischers verabschiede ich mich aus Yucatán. Und freue mich auf Kuba.